Im Wahlkampf war das brisante Thema Pflege plötzlich wieder in aller Munde. In der „Wahlarena“ forderte man von Angela Merkel eine Quote, die das Verhältnis von Pfleger zu Patient regelt – die Kanzlerin nickte, neue Standards seien geplant.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine eindeutige Sprache: In den vergangenen 25 Jahren ist die Zahl der Pflegekräfte in Kliniken weitgehend gleich geblieben – eine leichte Abnahme auf ca. 325.100 (rund 1.000 weniger als 1991) ist zu verzeichnen. Dagegen steigt die Patientenzahl rasant: Seit Anfang der 90er-Jahre um 34 Prozent auf 19,5 Millionen. Eugen Brysch, Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz, beklagt den systematischen Abbau von Personal in der Pflege – rechnerisch sei die Arbeitsbelastung pro Fachkraft um ein Drittel gestiegen.

Die Politik will für Entlastung sorgen: „Deshalb unterstützen wir die Kliniken mit 830 Millionen Euro pro Jahr dabei, mehr Pflegepersonal einzustellen“, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) kürzlich im Gespräch mit der SVZ. Bis Sommer 2018 müssten Krankenhäuser und Krankenkassen verbindliche Personaluntergrenzen für die Bereiche festlegen, in denen es für die Patientensicherheit im Krankenhaus besonders wichtig sei. Aber diese Verhandlungen haben gerade erst begonnen – Ausgang offen. Kurzfristig gilt als Ziel des Bundes: 6.000 neue Pflegestellen bis 2018. Gewerkschaften bezweifeln, dass das ausreicht. Verdi schätzt, dass in Deutschlands Krankenhäusern 70.000 Pflegekräfte fehlen.

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