Beatrice T., 30

Arbeitet als Operationstechnische Assistentin (OTA) in Berlin. Ihr Herz schlägt für die Herzchirurgie und gemeinsam mit Agentamed bereitet sie sich auf ihren nächsten Marathon vor.

Warum ich OTA bin: Ich habe nach dem Abitur Pädagogik studiert, aber festgestellt, dass das nicht das Richtige für mich ist. Daraufhin habe ich in zwei Praktika überlegt, in welche Richtung es weitergehen soll. Möchte ich lieber auf Station in die Gesundheits- und Krankenpflege oder doch lieber in den OP? Und obwohl die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) noch immer nicht staatlich anerkannt ist, ging meine Tendenz mehr in Richtung OP. Es ist einfach technischer und man arbeitet Hand in Hand mit den Ärzten zusammen. Also habe ich meine Sachen gepackt und habe meine Ausbildung am Uniklinikum in Hamburg begonnen.

Vor meiner Zeit bei Agentamed: Bereits während meiner Ausbildung habe ich mich in den Bereich der Herzchirurgie verguckt – auch wenn Wirbelsäulen- und Neurochirurgie keinesfalls uninteressant waren. Doch bei einer Herz-OP direkt am Tisch zu instrumentieren: Das ist unbeschreiblich. Darin gehe ich auf.

Als OTA war ich also vorrangig in der Herzgefäßchirurgie – mit Früh-, Spät-, Nacht- und Rufdienst. Das gehört dazu. Und der Arbeitsstress war überschaubar. Als Team waren wir gut aufgestellt und funktionierten auch menschlich super miteinander. Da gab es nichts zu beanstanden.

Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass ich einerseits wenig Privatleben hatte und es andererseits auf der Karriereleiter auch nicht mehr richtig weiterging. Und wie der Zufall so will, zog es mich aus privaten Gründen nach Berlin und ich musste mich jobtechnisch neu orientieren.

Seit meinem Neustart bei Agentamed: Bereits in Hamburg habe ich von Kollegen gehört, dass sie über die Zeitarbeit im Einsatz sind. Und obwohl ich es mir eigentlich nicht recht vorstellen konnte, dass das ein Modell für mich sein könnte, hörte ich es mir einfach einmal an. Das attraktive war natürlich, dass Agentamed sowohl in Hamburg als auch in Berlin für Kunden im Einsatz ist. Ich sah es daher als Chance, mich in Berlin zu orientieren.

Zudem bot man mir ein Sponsoringvertrag an und so habe ich nun jährlich die Möglichkeit, an Marathons, Halbmarathons oder anderen Läufen teilzunehmen. Agentamed übernimmt das Startgeld, Laufschuhe, Sommer- und Winteroutfit. Das ist natürlich cool. (lacht)

Ich möchte gern mit dem Vorurteil gegenüber Zeitarbeit aufräumen, dass man als Zeitarbeiter nicht mehr zum Team dazugehört. Das hatte ich auch gedacht, aber es stimmt nicht. Man ist zu 100 Prozent im OP, zu 100 Prozent bei den Ärzten und Patienten. Man fühlt sich dazugehörig. Doch das kleine Stückchen Unabhängigkeit vom Haus, vor dem sich viele fürchten, ist das beste überhaupt: Es gibt weniger persönliche „Problemchen“, die man mit nach Hause nimmt. Die Arbeit bleibt auf Arbeit. Und man selbst bleibt nicht auf der Stelle. Durch die Arbeit in verschiedenen Häusern und die verschiedenen Arbeitsbereiche hat man jeden Tag tolle Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus habe ich durch Agentamed auch die Chance, zu Kongressen zu fahren. Das wäre als Teil eines festangestellten Teams in diesem Umfang gar nicht möglich.